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(Gespann-) Technik, die begeistert |
IGG-Magazin
2010 |
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Das
F1 Gespann |
IGG-Magazin
2004
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Das F2 Gespann |
LCR 2006 |
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Technische
Geschichte der Seitenwagen
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IGG-Magazin
2001
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Die
Seitenwagenreifen-Story
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IGG-Magazin
1999
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Wer gewinnen
will, muss (spät) bremsen (können)!
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IGG-Magazin
1999
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Bremsbeläge
für die Poleposition
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Pagid 2010 |
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Zweitakt gegen
Viertakt
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IGG-Magazin
1998
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So
funktioniert ein Renngespann
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IGG-Magazin
1998
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(Gespann-) Technik, die begeistert
Text + Fotos:
Thorsten Horn
Neben den tollkühnen Männern
in ihren driftenden und zum Kippen neigenden Kisten selbst, gibt es
auch in Sachen Fahrzeugtechnik einige interessante Aspekte. Waren vor
dem 2. Weltkrieg und auch in den 1950er-Jahren die Seitenwagen
wörtlich zu nehmen, das heißt, es waren Solomotorräder mit seitlich
angeschraubten Beiwagen, folgte mit den 1960er-Jahren die Ära der
sogenannten Kneeler. Kneeler kommt aus dem Englischen und bedeutet „Knieer“,
denn der Pilot saß bei dieser Art Gespann nicht auf dem herkömmlichen
Sitz, sondern kniete nach vorn gebeugt in Schalen. Der Vorteil war
ganz klar der deutlich niedrigere Schwerpunkt und die bessere
Aerodynamik. An diesen grundsätzlichen Dingen hat sich einerseits
seitdem nichts mehr geändert, doch wie in anderen Bereichen auch,
haben sich in einer Vielzahl kleinerer und größerer Schritte
gravierende Veränderungen ergeben. Derzeit erleben wir hier auf dem
europäischen Festland wieder ein paar einschneidende Maßnahmen. Auf
dem europäischen Festland deshalb, weil maßgeblich von der Isle of Man
beeinflusst in Großbritannien eine hierzulande ziemlich verdrängte
zweite Kategorie an Gespannen in der Überzahl ist. Gemeint sind die
Kurzgespanne, auch F2-Gespanne genannt. Und wo es Formel-2-Gespanne
gibt, muss es, auch wenn es rein rechtlich nicht ganz einwandfrei ist,
auch Formel-1-Gespanne geben. Diese Bezeichnung gibt es zwar nicht
offiziell, doch wird uns Mr. E. aus L. sicherlich gönnerhaft
nachsehen, dass auch unser langes Kind einen Namen braucht. |
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Der Hauptunterschied zwischen F1- und
F2-Gespann ist die Position des Motors |
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Beide Gespannarten weisen eine Vielzahl
technischer Unterschiede auf. Die markantesten betreffen die Bauart in
Sachen Motoranordnung, die Abmaße sowie die Motorisierung selbst.
Haben die F2-Gespanne wie in der guten alten Zeit den Motor nach wie
vor zwischen Fahrer und Vorderrad, befindet sich der Motor des
F1-Gespannes hinter dem Fahrer. Der erste, der diese Konstruktionsart
wählte, war der Schweizer Ex-Autorennfahrer Louis Christen. Von den
Automobilen inspiriert, stellte der Gespannpapst 1976 sein erstes
LCR-Gespann mit Monocoque-Chassis vor. Drei Jahre später überraschte
er die Szene, als er mit der Heckmotor-Bauart die Langgespanne quasi
erfand. „Die Monopostos waren früher immer Frontmotor-Rennwagen bis
man bei ihnen den Motor hinten einbaute. Diese Motoranordnung wählte
ich auch für meine Renngespanne, weil ich überzeugt war, dass man so
die Leistung besser auf die Straße bringt“, so der ewige Tüftler. 1978
feierte er seinen ersten großen Erfolg im Gespannsport, als Bruno
Holzer/Charly Meierhans in Spa-Francorchamps den ersten
Grand-Prix-Sieg auf einer LCR-Yamaha errangen. Ein Jahr später wurden
die Eidgenossen Weltmeister in der zweigeteilten WM in der Klasse B2B
für konventionelle Gespanne. Danach traten die Langgespanne in der
Weltmeisterschaft schließlich ihren Siegeszug an. Nicht so in
Großbritannien, wo es phasenweise an die 400 aktive Gespannrennfahrer
gab, die überwiegend auf die Kurzgespanne schwörten und noch immer
schwören. Umgekehrt sind sogar einige Festland-Europäer dem Reiz der
F2 erlegen. |
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In Sachen Fahrwerk unterscheidet man
zwischen Monocoque-Chassis beinm F1- Gespann und DStahlrohrrahmen beim
F2 |
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Die unterschiedliche Motoranordnung wurde
schon erläutert. Kommen wir also zum Chassis. Während beim F1 die
Monocoque-Bauweise mit geklebten und genieteten Aluminiumblechen
angewendet wird, haben die F2 Stahlrohrrahmen mit Beschränkung des
Querschnitts. Der Radstand beträgt bei den F1 220 cm, bei den F2 nur
160 cm. Das hat zur Folge, dass das Stichmaß vom Getriebeausgang zur
Hinterradmitte beim F1 ca. 35 cm gegenüber ca. 70 cm beim F2 beträgt.
Die Räder werden mit Zentralmuttern befestigt. Während Vorder- und
Hinterrad gefedert sind (Federwege nur 3 bis 4 cm), ist das
Seitenwagenrad starr mit dem Chassis verbunden. Alle drei Räder werden
durch Zweikreisbremsanlagen gleichzeitig verzögert. |
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Während beim F1der Abstand zwischen
Motor und Antriebsrad sehr kurz ist, benötigt man beim F2 eine lange
Kette |
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Für die Motoren gab es immer wieder neue
technische Richtlinien. Nach der ersten Viertaktära mit 500 ccm
Hubraum, folgten wie bei den Solomotorrädern die giftigen Zweitakter.
Anfangs ebenfalls mit 500 ccm, als diese später nicht mehr frei
verfügbar waren mit 350 ccm. Als auch diese Zweitakter immer rarer
wurden, kehrte man zu den Viertaktern zurück. Mit dem Hintergrund, die
Kosten nicht ausufern zu lassen, werden die WM- und IDM Sidecars von
handelsüblichen Serienmotoren nach Stocksport-Reglement befeuert.
F1-Vierzylindermotoren dürfen maximal 1.000 ccm Hubraum bzw.
Zweizylindermotoren 1.200 ccm haben. Das Fahrzeuggewicht muss
mindestens 225 kg betragen. Bei den F2-Gespannen sind es 600 ccm
Vierzylinder- und 750 ccm Zweizylinder-Motoren. Das Mindestgewicht ist
mit 184 kg definiert.
Mit all diesen
Fakten ist klar, dass F1-Gespanne die schnelleren sind, doch in der
Hand von richtig schellen Piloten können F2-Gespanne so manchen F1-ler
ärgern. |
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Kraftquelle mit großem Hubraum beim F1
gegenüber dem "kleineren" F2-Triebwerk |
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Das
Gespann von heute hat zwar rein optisch nichts mehr mit dem zu tun, was
man alt hergebracht unter einem solchen versteht, aber der Sinn dieses
Sportgerätes ist trotz aller Modernisierung erhalten geblieben. Es fahren
zwei Personen auf einem Fahrzeug, die nur, wenn sie optimal
miteinander harmonieren, richtig schnell sein können. |
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Lorenz / Freund
Meister
2004 "Historische Motorräder"
Gespanne bis Bj. 1949 + Sitzer ab 18 Zoll bis Bj. 1967
Deutscher Meister
2004
(Gesamtsieger)
"Historische Motorräder" |
Angefangen
hat es einmal mit einem Serienmotorrad an das ein Seitenwagen gebastelt
wurde, in dem der "Schmiermaxe" seine Turnübungen machte. |
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In
den letzten 50 Jahren ist auch hier die Entwicklung weiter gegangen. Immer
höhere Kurvengeschwindigkeiten sorgten dafür das die Reifen stets
breiter wurden. |

Schaub / Breitbach
Deutscher
Vize-Meister 2004
"Historische Motorräder"
Classic
Gespanne Kneeler
Bj. 1950 - 1967 |
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2004 - Hock Sidecar Racing |
Flacher
wurden die Fahrzeuge um das Kippmoment zu verkleinern. Länger wurden sie
um das Querrutschen in den Kurven besser zu beherrschen. |
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Ein
modernes Renngespann besteht aus: |
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Aluminiumchassis: |
Ein
Chassis besteht aus Aluminiumblech das durch Klebe- und Niettechnik mit
einander verbunden wird. Im inneren befinden sich Versteifungsbleche, die
den "Kasten" auf Verdrehung stabilisieren. An den Punkten, an
denen die Querlenker befestigt sind, werden spezielle Verstärkungen
eingesetzt. Der Motorhalter wird von aussen angeschraubt, sodass
theoretisch jeder Motor eingebaut werden kann. |
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Radaufhängung
und
Räder: |
Die
Radaufhängungen sind Einzelanfertigungen. Gefertigt werden diese aus
Stahlblech. In der Aufhängung befindet sich das Radlager mit Radachse,
sodass das Rad mittels Zentralmutter darauf befestigt werden kann.
Ebenfalls fest an der Aufhängung befinden sich Bremsscheiben und
Bremszangen. Alle drei Räder werden durch ein Zweikreissystem gebremst.
Vorder- und Hinterrad sind gefedert, während das Seitenwagenrad starr am
Chassis befestigt ist. Die Radbreite ist vorn auf 210 mm, Seite und Hinten
auf 254 mm begrenzt. |
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Motoren: |
Zum
Einsatz kommen kann jeder Motor, der im Hubraum zwischen 800 und 1200 ccm
liegt. Es muss sich um ein Serienteil handeln, dass getunt werden kann.
Die Leistung dieser Motoren liegt zwischen 170 PS und 210 PS. Die
Entscheidung für die richtige Motorenkomponente will gut bedacht sein.
Die kleineren Motoren haben in der Regel deutlich geringeres Gewicht, aber
auch weniger Leistung, wobei die schweren Motoren oft die Leistungsstarken
sind. Für Kurvenreiche Strecken wird der leichte, und für
Vollgasstrecken der leistungsstärkste Motor der richtige sein. |
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Fahrwerk: |
Fahrwerkseinstellungen
kann man an allen drei Rädern vornehmen. Das Seitenwagenrad wird
eigentlich nur in der Spur verstellt, sodass es entsprechend des Kurses
die Lenkung etwas nach rechts oder links unterstützt. Am Vorder- und
Hinterrad wird mittels Federbeine versucht stets die beste Haftung zu
erreichen. Da die Federwege an einem Gespann aber bei 3-4 cm liegen, ist
dies ein schwierige Aufgabe. Man möchte immer das komfortabelste, aber
auch das förmlich auf dem Boden klebende Fahrwerk. Dazu braucht es eine
Menge Erfahrung, und trotz allem geling es nicht auf jeder Strecke. |
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Ich
hoffe Ihnen mit ein paar technischen Erläuterungen den Gespannsport etwas
näher gebracht zu haben. Fans die weitere Fragen zum Gespann, zum Sport,
zu den Team's haben, sind recht herzlich eingeladen uns in unserem
IGG-Zelt zu besuchen. Wir stehen dort gerne Rede und Antwort
Mit sportlichem Gruß Kurt Hock |
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"Schrauber
Luigi" |
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Technische
Geschichte der Seitenwagen
(Kurt
Hock) Die
Technischen Bestimmungen für die Straßenrenngespanne haben sich im Laufe
der letzten 30 Jahre erheblich geändert. War ein Renngespann der 60er
Jahre noch mit einem im Straßenverkehr zugelassenen Gespann zu
vergleichen, so begann Anfang der 70er Jahre der allmähliche Umschwung zu
den Gespannen von heute.
Aus 18 Zoll Rädern wurden 16 Zoll Räder und später ganz und gar 13 Zoll
Räder. Damit wurde der Schwerpunkt des Renngespanns immer mehr nach unten
gelegt. Gleichzeitig nahm auch die Reifenbreite zu. Von ehemaligen
normalen Soloreifen bis hin zum heutigen 13 Zoll 250 mm breiten Hinterrad.
Die Verringerung des Schwerpunktes nach unten hatte zur Folge, dass die
Kurvengeschwindigkeit sich erhöhte. Unfallstatistisch gesehen war es auch
ein Schritt in die sichere Richtung, da sich die alten Gespanne doch sehr
häufig mit einem Überschlag von der Piste verabschiedeten, während die
Gespanne der Neuzeit sich eher nur aus der Kurve herausdrehten und somit
die Verletzungsgefahr von Fahrer und Beifahrer deutlich nach unten ging.
Diese Fahrzeuge wurden nicht nur flacher sondern auch im Radstand länger:
War in den Sechzigern der Radstand noch ca. 1,50 Meter; hatten die
Gespanne Ende der 70er Jahre schon ca. 1,80 Meter Radstand.
Zu dieser Zeit saß der Fahrer noch über dem Motor, was sich anfangs der
80er schlagartig änderte. 2,20 Meter Radstand, Motor hinter dem Fahrer;
direkt vor dem Hinterrad. Keinen Rahmen mehr aus Rohr, sondern ein
Aluminiummonocoque in Kastenbauweise sind seither die Grundpfeiler für
ein modernes Straßenrenngespann.
Die Bereifung, ähnlich der F3, weist auf dem Vorderrad eine maximale
Breite von 210 mm auf, auf dem Seitenwagenrad und auf dem Hinterrad 254
mm.
Die Bremsanlage, drei Bremsscheiben und drei Bremszangen, alle mit dem Fuß
betätigt und als Zweikreissystem ausgelegt, hat durch die breiten Reifen
eine so enorme Verzögerung, dass ein ungeübter Beifahrer sich mit
Sicherheit bei einer Bremsung nach vorne vom Fahrzeug verabschieden würde.
Das einzige starr aufgehängte Rad ist das des Seitenwagens. Vorder- und
Hinterrad sind mit Querlenkern am Aluchassis befestigt und sorgen mit
ausgefeilten Feder- und Dämpfungselementen für den zu produzierenden
"Grip" auf der Straße. Der größte Fahrwerksunterschied
zwischen den Gespannen der letzten 5 Jahre wird sicherlich nicht die
Konstruktion des Fahrwerks an sich sein, sondern die Fähigkeit des
Fahrers und seines Teams, das Fahrzeug optimal auf den Fahrstil und die
Gegebenheiten der Strecke einzustellen.
Fast ausnahmslos werden heute Chassis der Firma LCR (Louis Christen Racing)
eingesetzt. Ebenfalls gibt es noch die Firma Windle aus England, die in
Kleinstserie auch den ein oder anderen Fahrer mit Fahrwerken beliefert. In
der IDM gehen noch zwei Teams an den Start, die mit ihren in Eigenregie
gefertigten Chassis schon viele Jahre Ihre Runden drehen - Bernhard Klose
und Kurt Hock sind Konstrukteure, Bauherren und auch Fahrer ihrer
Gespanne, die technisch immer auf dem Stand der Dinge sind. Auch auf der
Motorenseite hat sich mit den Jahren einiges verändert. Fuhr man in den
60ern noch mit dem 2 Zyl. Boxer Motor von BMW (500 ccm) kamen Mitte der
70er die ersten 2-Takt-Motoren der Firma König aus Berlin zum Einsatz.
Diese waren sehr anfällig, leisteten aber 10 bis 20 PS mehr als ein guter
BMW und Ende der 70er wurden die ersten Motoren aus dem fernen Japan
eingesetzt. OW 31 war
die Motorenbezeichnung von Yamaha, der später durch den Powervalve Motor
ersetzt wurde. Dieser Motor war die Grundlage für alle folgenden
2-Takt-Motoren, die durch permanentes Weiterentwickeln ihre Leistung von
120 PS bis zum heutigen 200 PS 500 ccm 2-Takt-Aggregat steigern konnten.
International sind diese 2-Takter seit 1 Jahr verboten. In der IDM haben
sie eine Fristverlängerung für 2001 erhalten und gehen dieses Jahr
sicherlich das letzte Mal an den Start (Kohlmann, Neumayer).
Der Rest des Feldes startet mit 4-Takt-Motoren zwischen 850 bis 1200 ccm.
Vorwiegend werden Suzuki-GSX R 1100-Motoren verwandt. Aber auch Yamaha F
ZR oder R1, Honda C BR 900 oder XX 1100, Kawasaki ZZR 1100 oder ZX 1200
R-Motoren kommen zum Einsatz.
Laut Reglement müssen es Serientriebwerke sein, die aber ziemlich freizügig
getunt werden können. Das Einsetzen von exotischen Materialien wie
Kohlefaser oder Titan ist allerdings verboten, um die Kosten für ein
Triebwerk nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Interessant zu
beobachten wird sein, welche die beste Kombination zwischen Motor und
Chassis ist. Vielleicht ein schwerer 1200er Motor mit etwas mehr Leistung
wie der GSX 1100 R, der XX 1100 oder der ZX12R-Motor: Oder aber auch ein
leichter Motor mit etwas weniger Leistung wie der R 1 oder der neue 1000
Suzuki. Sicherlich hat jede Paarung ihren Vorteil. Aber am Ende der Saison
wird sich weisen, was sich auf den verschiedensten Strecken am besten
durchzusetzen konnte. Technisch die größte Herausforderung bei den
Motoren ist die Standfestigkeit der Kurbelwellen zu erreichen. Bei einem
Gespann treten im Gegensatz zu einem Solomotorrad, welches immer in die
Kurve gelegt wird, so hohe Fliehkräfte auf, dass es sehr problematisch
ist, das Öl im Motor an der richtigen Stelle festzuhalten, um der Ölpumpe
das Schmieren der Kurbelwelle zu ermöglichen. Ein Bruchteil einer Sekunde
bei 11.000 U/min kein Öldruck und der Motor ist defekt.
Um
nach einem Platzer; bei dem ohne weiteres das Pleuel aus dem Gehäuse
schauen kann, nicht die Strecke einzuölen, werden heute Ölauffangwannen
unter den Motor montiert. Auch diese Wannen unterliegen der ständigen
Weiterentwicklung mit der Absicht, höchstmögliche Sicherheit für sich
selbst und die Fahrerkollegen zu gewährleisten. Soweit ein kleiner
Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Straßenrenngespannes. Für
interessierte Besucher unserer Veranstaltungen stehen die Teams im
Fahrerlager in aller Regel gerne zur Verfügung, um über weitere
technische Details Auskunft zu geben.
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Die
Seitenwagenreifen-Story
Die
Firma Tschuck-Pacemaker im schweizerischen Kreuzlingen ist seit 30 Jahren
eng mit dem Seitenwagenrennsport verbunden. Erich Tschuck versorgt die
Gespannfahrer mit dem "schwarzen Gold", ohne das die dreirädrigen
Gefährte ihre Motorleistung nicht auf den Asphalt bringen würden. Die
Seitenwagenreifen-Story ist so wechselvoll wie die Geschichte der modernen
Gespanne. Doch lassen wir Erich Tschuck selbst erzählen:
"In den 70er Jahren wurden hauptsächlich die in Genf gebauten
Schmid-Gespanne gefahren. Diese hatten, wenn ich mich recht erinnere, hinten
einen in den USA gebauten Firestone-Reifen 6.5/9.5-10 Indy, vorne einen
Dunlop Greenspot L 10 und auf dem Seitenwagenrad einen Dunlop Greenspot 10
Zoll. Alle diese Reifen kamen aus dem Tourenwagensport.
Dann kam die Zeit der M+H "Racemaster", der von den Schweizer
Konstruktionen Seymaz und LCR verwendet wurde. Es wurden 13-Zoll-Reifen auf
allen drei Rädern montiert:
vorne ein Vorderreifen aus der Formel 3 sowie hinten und seitlich je ein
Vorderreifen aus der Formel 2. Später hat M+H einen speziellen Vorderreifen
entwickelt 7.9/20.5-13 mit sehr steifen Seitenwänden. Als Hinterradreifen
wurde ein spezieller Seitenwagenreifen gefertigt (10.0/20.0-13). Jedes
LCR-Gespann wurde beim Kauf mit zwei Sätzen M+H-Reifen ausgeliefert (ein
Satz Slicks und ein Satz Regenpneus).
M+H
hat dann wegen des Aufbaus einer neuen Produktionsstätte ein Jahr lang
nicht liefern können, was dazu zwang, uns nach einem neuen Lieferanten
umzusehen. Dabei sind wir auf Yokohama gestoßen, den sechstgrößten
Reifenhersteller der Welt mit 12000 Beschäftigten und rund fünf Milliarden
Schweizer Franken Umsatz pro Jahr. Yokohama hat sich der Sache angenommen
und auf Anhieb siegreiche Seitenwagenreifen entwickelt. Ich habe damals
einen großen Fehler begangen, als ich meinem Freund und Konkurrenten Markus
Hotz anvertraute, dass die Seitenwagen ein gutes Geschäft für uns seien.
Daraufhin griff er als Avon-Händler selbst in den Gespannrennsport ein.
Fortan gab es über mehrere Jahre einen harten Konkurrenzkampf von Yokohama
und Avon auf dem Dreiradsektor.
Viele Rennfahrer jener Zeit werden sich noch erinnern an die großen
Probleme
mit
Vibrationen, die vom Hinterrad ausgingen. Wir haben einige Jahre gebraucht,
diese Probleme in den Griff zu bekommen. Viele gescheite Ingenieure haben
das Problem analysiert und studiert. Ein cleverer Japaner, Mister Ihno, hat
schließlich die Lösung gefunden. Sie wird heute noch, ihm zu Ehren, als
I-Konstruktion bezeichnet. Avon hat lange Zeit versucht, diese Konstruktion
zu kopieren, hat es aber letztendlich nicht geschafft. Das war der endgültige
Durchbruch von Yokohama. Dazu ist zu bemerken, dass wir immer ein offenes
Ohr für die Anliegen der Konstrukteure und Fahrer hatten. Louis Christen
ist ein guter Freund von mir, und wir haben die Reifenprobleme immer
miteinander diskutiert. Rolf Biland war dann jeweils der Vorreiter und
Testfahrer für die Neuentwicklungen.
Die Zeiten mit Yokohama waren für uns aber nicht immer problemlos. So hat
uns die Rennstrecke von Jerez in Spanien zwei mal einen dicken Strich durch
die Rechnung gemacht. Wir hatten die T-Mischung verwendet, die sehr schnell
war. Aber leider nur 20 Runden lang, dann war der Laufflächen-Gummi
aufgebraucht und die Karkasse wurde sichtbar. Leider ging das Rennen über
25 Runden, und die meisten führenden Gespannteams mussten entnervt mit
kaputten Reifen aufgeben. Im Training war kein Team bereit gewesen, eine
komplette Renndistanz zu absolvieren. Deshalb war das Problem nicht frühzeitig
erkannt worden. Zum Glück für uns wurde diese Rennstrecke mittlerweile aus
dem Terminkalender gestrichen.
Noch eine Episode zum Schluss: für das erste Übersee-Rennen in Laguna Seca/USA
wollten wir aus Kostengründen nur eine Reifensorte verwenden. Wir hatten
von Rolf Biland gehört, dass die Strecke einen großen Reifenverschleiß
verursachte und wollten aus diesem Grund die damals in der DTM unschlagbare
E-Mischung einsetzen. Die Japaner hatten uns jedoch erklärt, diese Mischung
sei geheim und deshalb nicht für den Verkauf bestimmt. Daraufhin hatten wir
uns auf die angeblich ähnliche B-Mischung geeinigt und die Reifen, ohne sie
vorher zu testen, in die USA verfrachtet. Unser langjähriger Mitarbeiter
Dick Hastilow kam schon nach dem ersten Training aufgeregt zu mir und machte
mich darauf aufmerksam, dass wir ein ernstes Problem hätten. Die Reifen
erhitzten sich bis auf 130 Grad, was normalerweise kein Gummi aushält, ohne
ernsthaften Schaden zu erleiden. Das kostete uns zwei schlaflose Nächte.
Die angereisten japanischen Ingenieure konnten mich mit ihrer Entschuldigung
"Solly, we made a mistake! It is not B-compund" auch nicht gerade
ermutigen. Aber: Die Reifen haben das Rennen durchgehalten und waren der
Konkurrenz absolut überlegen. Yokohama-Reifen sind bis zum heutigen Tag
unschlagbar. Sie halten bei allen Temperaturen durch und sind damit für
alle Strecken ideal. |
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Wer
gewinnen will, muss (spät) bremsen (können)!
Das
Engagement von Ferodo für den Motorsport hat eine lange Tradition.
Bereits 1926 errang Parry Thomas mit seinem mit Ferodo-Bremsbelägen
ausgestatteten Automobil "Babs" den absoluten
Geschwindigkeits-Weltrekord mit 270 km/h. Der Geschwindigkeitsrekord für
motorgetriebene Landfahrzeuge, den Donald Campbell 1964 mit seinem
"Bluebird" mit 640 Stundenkilometern aufstellte, besteht bis
heute. Alle seine "Bluebird"-Autos waren mit Ferodo-Bremsbelägen
ausgestattet. Doch nicht nur auf Rekordpisten, sondern auch auf
Rennstrecken vertrauten Motorsportler auf zwei, drei und vier Rädern auf
die Verzögerungswerte von Ferodo-Bremsbelägen. Zwischen 1961 und 1981
gewannen mit Ferodo-Scheibenbremsbelägen ausgestattete Formell-Rennwagen
265 von 267 Grand Prix-Rennen. 21. Mal hintereinander waren
Ferodo-Bremsbeläge in den Weltmeisterschafts-Autos eingebaut. Ferodo
waren für die weltbesten Rennfahrer immer die erste Wahl: angefangen bei
Tazio Nuvolari über Stirling Moss und Juan Manuel Fangio bis zu Jim
Clark, Niki Lauda oder Nelson Piquet. |
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Ferodo-Bremsbeläge
dominierten aber auch jahrzehntelang im Motorradrennsport. Fahrer wie Geoff
Duke, John Surtees, Giacomo Agostini, Barry Sheene, Eddie Lawson, Joey
Dunlop und Carl Fogarty errangen mit Ferodo ihre Siege und Weltmeistertitel.
Durch nichts wird die herausragende Qualität von Ferodo-Material
eindrucksvoller belegt als durch die TT auf der Insel Man, bei der es jeder
große Rennsieger seit dem Jahr 1924 benutzte.
Heute haben sich die Namen der Fahrer und ihre Fahrzeuge geändert, aber der
Name Ferodo steht nach wie vor für Entwicklung und Leistung. Je nach
Einsatzzweck stehen die darauf abgestimmten Qualitäten von Bremsbelägen
zur Verfügung. Die Europameister im Seitenwagenrennsport des Jahres 1998,
Steinhausen/Schmidt, gewannen mit Ferodo 4003 den Titel. Zu den
entscheidenden Eigenschaften dieses Belags zählen eine kurze Einfahrzeit,
ein hoher Reibwert in allen Temperatur- bereichen sowie ein kaikulierbares
Kurvenbremsverhalten. Diese Vorzüge werden weltweit auch für die Formel
3-Rennwagen genutzt und in Erfolge umgemünzt. |
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Bremsbeläge für die
Poleposition
Pagid Info Februar 2010 |
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Pagid ist mit Rennsportbelägen in fast allen Sparten des Motorsports
erfolgreich vertreten. Vom Clubsport bis hin zu den Werksteams der
Fahrzeughersteller. So ist Pagid beispielsweise offizieller
Serienpartner des Porsche Cup Deutschland und des internationalen
Porsche Super Cup.
Und verhilft den Motorsport-Teams seit vielen Jahren zum Erfolg. Denn
wer das Siegertreppchen erobern will, braucht Bremsen, die selbst unter
extremsten Bedingungen schnell und präzise reagieren.
So waren z.B. beim 24 Stunden Rennen von Daytona 52 von 70 Fahrzeugen
mit Rennsportbelägen von Pagid ausgestattet. Und der Erfolg bestätigt
die Fahrer und nicht zuletzt auch uns.
Renningenieure sind mit den Rennteams gemeinsam vor Ort. So werden
permanent wertvolle Erfahrungen live auf der Rennstrecke gesammelt.
Diese Resultate fließen sofort in die Weiterentwicklung neuer
Materialien ein.
Auf diese Weise entstehen die optimalen Bremsbeläge für jede
Rennanwendung.
Diese Resultate führten zu einer Neuentwicklung von Bremsbelägen für die
modernen F1, F2 Renngespanne sowie für die historischen Seitenwagen.
Speziell für diese Fahrzeuge wurden Rennbremsbeläge entwickelt, die
genau auf deren Anforderungen abgestimmt sind,
wie z.B.hohe Temperaturbeständigkeit,sehr gute Dosierbarkeit bei
geringer Fußkraft, besondere mechanische Belagbefestigung, geringer
Wärmedurchgang dadurch maximaler Schutz gegen Bremsflüssigkeitssieden,
verschleißfest aber doch scheibenfreundlich.
Ein Großteil der Fahrer in der Superside, IDM, Int. Sidecar-Trophy,
Tourist- Trophy, nationalen Meisterschaften und historischen
Seitenwagenserien wie z.B. die Fahrer:
Päivärinta, Reeves, Klaffenböck, Holden, Bohnhorst, Schlosser, Hock,
Grabmüller, Rösinger um nur ein paar zu nennen, vertrauen auch auf die
Bremsbeläge aus dem Hause Pagid.
Pagid ist ebenfalls weltweit führend in der Entwicklung von Bremsbelägen
für High-Performance-Bremssysteme mit Carbon-Ceramic-Bremsscheiben.
Diese Bremsbeläge finden Verwendung in
High-Performance Fahrzeugen mit Keramik Bremsscheiben von vielen
Herstellern, so z.B. Bugatti, Ferrari, Porsche, Aston Martin,
Pagani-Zonda. |
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Zweitakt
gegen Viertakt
Das
Jahr 1998 steht für die Seitenwagenklasse in Deutschland unter einem
ganz besonderen Stern. Die seit zwei Jahrzehnten bei Seitenwagenrennen
dominierenden Zweitaktmotoren bekommen immer mehr Konkurrenz. Bereits
in den vergangenen Jahren machten vereinzelt Gespanne mit
Viertaktmotoren auf sich aufmerksam. Im letzten Winter nun hat der
Deutsche Motor Sport Bund in Absprache mit der Interessengemeinschaft
Gespannrennenden maximal zulässigen Hubrauminhalt für Viertakter von
1100 auf 1200 ccm erhöht. Diese Maßnahme erhöht die Chance,
sich mit seriennahem und deshalb bezahlbarem Motorenmaterial gegen die
nur 500 ccm großen, aber äußerst leistungsintensiven Zweitakter zu
behaupten. Unter anderem kann jetzt der serienmäßig 1140 ccm große
CBR 1100 XX-Motor von Honda in den Rennen eingesetzt werden.
Der Mut zur Veränderung, den der DMSB und die IGG bewiesen haben, hat
auf Anhieb für den erhofften Boom gesorgt. Der Anteil der Gespanne
mit Viertaktmotoren ist noch einmal stark angewachsen. Wenigstens 18
der regelmäßig an Rennen um die Deutsche Meisterschaft antretenden
Teams, darunter allein sieben (!) Einsteiger, haben dieses Jahr
Vierzylinder-Viertaktmotoren aus Motorrädern von Honda, Suzuki,
Yamaha oder Kawasaki eingebaut. Fünf Paarungen bleiben dem
erfolgsgewohnten Zweitakter treu. Die Zuschauer können sich also
nicht nur aufspannende Positionskämpfe in einem großen
Teilnehmerfeld freuen, sondern auch auf einen Glaubenskrieg der zwei
gegen die vier Takte, wie er ihnen in dieser Form ausschließlich bei
den Seitenwagen geboten wird. Denn in keiner anderen Motorradklasse
treten die beiden Motorenphilosophien unmittelbar gegeneinander an! |
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Vierzylinder-Zweitaktmotoren
mit 500 ccm sind seid vielen Jahren das Maß aller Dinge im
internationalen Seitenwagenrennsport. Hier ein Krauser-Motorblock mit
Honda-Zylindern, Charakteristisch die vier parallel nach vorn m verlegten
“Auspufftüten ", in deren Größe und Formgebung eines der
Geheimnisse der gewaltigen Leistung von fast 200 PS steckt. |
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In
Deutschland sind in den vergangenen Jahren Viertaktmotore in Renngespannen
zunehmend konkurrenzfähiger geworden: Sie dürfen seit diesem Jahr einen
maximalen Hubraum von 1200 ccm aufweisen, müssen aber auf einem
Serientriebwerk basieren. Im Bild ein Motor aus der SuzukiGSX-R 1100 W,
der sich als besonders geeignet erwiesen hat. |
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So
funktioniert ein Renngespann
Das
Fahrgestell eines Renngespanns besteht heute in aller Regel nicht mehr aus einem
Rohrrahmen. Es handelt sich wie im Rennwagenbau um ein sogenanntes Monocoque,
das aus gekantetem Aluminiumblech gefertigt ist. Es wird aus mehreren
Einzelteilen miteinander verklebt und vernietet: Zwischenwände aus Stahlblech
(Schotts) dienen zur zusätzlichen Versteifung gegen Verwindungen. An das
Monocoque angeflanscht sind die Radaufhängungen für das Vorder- und das
Hinterrad. Das Seitenwagenrad ist mit dem auf der linken Seite angebrachten
Seitenwagenschacht mittels einer senkrechten Aluminiumplatte befestigt, die
mehrere Gewindebohrungen besitzt, um das Rad in unterschiedlichen Positionen
befestigen zu können. Über Stangengelenkköpfe können alle Räder in Spur und
Sturz auf die jeweiligen Streckenverhältnisse abgestimmt werden.
Im Inneren des Monocoques, hinter der Fahrerposition, findet der Tank (meist in
Form einer Gummiblase aus dem Flugzeugbau) seinen Platz. Weiterhin sind die Stoßdämpfer
für das Vorder- und das Hinterrad in bzw. an dem Schacht untergebracht, wie
auch die Batterie und verschiedene Zündungs- und Elektronikteile. Das
Seitenwagenrad ist ungefedert .
Der Motor wird auf der rechten Seite in die dafür angefertigten Halterungen
eingehängt. Die Auspuffanlage wird aus Platzgründen unter dem Fahrer nach vorn
gelegt, die Abgase aber werden seitlich nach hinten abgeleitet.
Der Fahrer kniet innerhalb der Verkleidung in der sogenannten Sitzschale, die Füße
hinter den Knien, wo sie Schaltung und Bremsebetätigen können. Am Lenker
befinden sich lediglich der Gasdrehgriff und der Kupplungsgriff. Eine separate
Handbremse wie am Serienmotorrad gibt es nicht.
Der Beifahrer findet auf der nach ihm benannten Beifahrerplattform Platz, die
zumeist aus ultraleichtem und superstabilem Kohlefaser gefertigt und nicht
gepolstert ist und an das Monocoque angenietet wird. Vor dem Seitenwogenschacht
ist, auch aus strömungstechnischen Gründen, der Wasserkühler bei Viertaktern
teilweise auch der Ölkühler angeordnet.
Die Position des Beifahrers ist teils kniend, teils kniend-liegend. Die Griffe
und die Griffmulden in der Verkleidung werden jedem Beifahrer individuell angepasst.
Das Bremssystem wird über das Fußpedal betätigt. Es handelt sich um ein
Zweikreis-Bremssystem (Hinterrad- und Seitenwagenrad, Vorderrad), Verwendet
werden vorn wie hinten innenbelüftete Bremsscheiben mit einer Durchmesser von
jeweils 265 mm in Verbindung mit Vierkolben-Bremszangen, während das dritte Rad
mit einer Grauguß-Bremsscheibe mit Zweikolben-Bremszange auskommt.
Kohlefaserbremsen sind seit diesem Jahr verboten.
Die Motoren, die im Gespannrennsport verwendet werden, arbeiten sowohl nach dem
Zweitakt- als auch nach dem Viertaktprinzip. Bei Zweitaktern liegt die
Hubraumobergrenze bei 500 ccm. Bei Viertaktmotoren sind, um eine bessere
Chancengleichheit zu gewährleisten, seit diesem Jahr bis zu 1200 ccm erlaubt.
Die Leistung kann bei den Zweitaktern bis zu 200 PS betragen, während sich die
Viertakter, je nach Tuningstufe, um 180 PS bewegen. Die Viertaktmotoren müssen
einem Serien-Motorrad entstammen. Gesteuert wird die Leistung über Vergaser und
eine elektronische Zündanlage.
Für Gespanne mit Zweitaktmotor beträgt das vorgeschriebene Mindestgewicht 205
Kilogramm. Für Viertakter wurde, um dem schweren Motor Rechnung zu tragen, das
Mindestgewicht auf 215 kg festgelegt.
Reifen für Renngespanne werden in zwei Größen angeboten (13 sowie 14 Zoll)
und mit drei verschiedenen Laufflächen: Slicks, Intermediats und Regenreifen.
Slicks sind profillose Reifen für trockene Fahrbahn und hohe (Kurven-)geschwindigkeiten
.Auch Intermediats sind ursprünglich profillose Trockenreifen, in die für
feuchte Fahrbahn einige wenige Profilrillen von Hand hineingeschnitten werden.
Regenreifen haben eine sehr weiche Gummimischung und sind stark profiliert.
Werden Regenreifen auf trockener Strecke gefahren, erwärmt sich die
Gummimischung so stark, dass schon nach wenigen Runden das Profil buchstäblich
wegschmilzt
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Das
aus Aluminiumblechen zusammengenietete Monocoque ist das Herzstück eines
modernen Renngespanns. An diesem zentralen Schacht sind der Motorblock, die
Lenkung und die Radaufhängung befestigt. Außerdem birgt es Im Inneren den
Kraftstofftank. |
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