(Gespann-) Technik, die begeistert IGG-Magazin 2010
Das F1 Gespann IGG-Magazin 2004
Das F2 Gespann LCR 2006
Technische Geschichte der Seitenwagen IGG-Magazin 2001
Die Seitenwagenreifen-Story IGG-Magazin 1999
Wer gewinnen will, muss (spät) bremsen (können)!  IGG-Magazin 1999
Bremsbeläge für die Poleposition Pagid 2010
Zweitakt gegen Viertakt IGG-Magazin 1998
So funktioniert ein Renngespann IGG-Magazin 1998


(Gespann-) Technik, die begeistert
Text + Fotos: Thorsten Horn
Neben den tollkühnen Männern in ihren driftenden und zum Kippen neigenden Kisten selbst, gibt es auch in Sachen Fahrzeugtechnik einige interessante Aspekte. Waren vor dem 2. Weltkrieg und auch in den 1950er-Jahren die Seitenwagen wörtlich zu nehmen, das heißt, es waren Solomotorräder mit seitlich angeschraubten Beiwagen, folgte mit den 1960er-Jahren die Ära der sogenannten Kneeler. Kneeler kommt aus dem Englischen und bedeutet „Knieer“, denn der Pilot saß bei dieser Art Gespann nicht auf dem herkömmlichen Sitz, sondern kniete nach vorn gebeugt in Schalen. Der Vorteil war ganz klar der deutlich niedrigere Schwerpunkt und die bessere Aerodynamik. An diesen grundsätzlichen Dingen hat sich einerseits seitdem nichts mehr geändert, doch wie in anderen Bereichen auch, haben sich in einer Vielzahl kleinerer und größerer Schritte gravierende Veränderungen ergeben. Derzeit erleben wir hier auf dem europäischen Festland wieder ein paar einschneidende Maßnahmen. Auf dem europäischen Festland deshalb, weil maßgeblich von der Isle of Man beeinflusst in Großbritannien eine hierzulande ziemlich verdrängte zweite Kategorie an Gespannen in der Überzahl ist. Gemeint sind die Kurzgespanne, auch F2-Gespanne genannt. Und wo es Formel-2-Gespanne gibt, muss es, auch wenn es rein rechtlich nicht ganz einwandfrei ist, auch Formel-1-Gespanne geben. Diese Bezeichnung gibt es zwar nicht offiziell, doch wird uns Mr. E. aus L. sicherlich gönnerhaft nachsehen, dass auch unser langes Kind einen Namen braucht.

Der Hauptunterschied zwischen F1- und F2-Gespann ist die Position des Motors

Beide Gespannarten weisen eine Vielzahl technischer Unterschiede auf. Die markantesten betreffen die Bauart in Sachen Motoranordnung, die Abmaße sowie die Motorisierung selbst. Haben die F2-Gespanne wie in der guten alten Zeit den Motor nach wie vor zwischen Fahrer und Vorderrad, befindet sich der Motor des F1-Gespannes hinter dem Fahrer. Der erste, der diese Konstruktionsart wählte, war der Schweizer Ex-Autorennfahrer Louis Christen. Von den Automobilen inspiriert, stellte der Gespannpapst 1976 sein erstes LCR-Gespann mit Monocoque-Chassis vor. Drei Jahre später überraschte er die Szene, als er mit der Heckmotor-Bauart die Langgespanne quasi erfand. „Die Monopostos waren früher immer Frontmotor-Rennwagen bis man bei ihnen den Motor hinten einbaute. Diese Motoranordnung wählte ich auch für meine Renngespanne, weil ich überzeugt war, dass man so die Leistung besser auf die Straße bringt“, so der ewige Tüftler. 1978 feierte er seinen ersten großen Erfolg im Gespannsport, als Bruno Holzer/Charly Meierhans in Spa-Francorchamps den ersten Grand-Prix-Sieg auf einer LCR-Yamaha errangen. Ein Jahr später wurden die Eidgenossen Weltmeister in der zweigeteilten WM in der Klasse B2B für konventionelle Gespanne. Danach traten die Langgespanne in der Weltmeisterschaft schließlich ihren Siegeszug an. Nicht so in Großbritannien, wo es phasenweise an die 400 aktive Gespannrennfahrer gab, die überwiegend auf die Kurzgespanne schwörten und noch immer schwören. Umgekehrt sind sogar einige Festland-Europäer dem Reiz der F2 erlegen.

In Sachen Fahrwerk unterscheidet man zwischen Monocoque-Chassis beinm F1- Gespann und DStahlrohrrahmen beim F2

Die unterschiedliche Motoranordnung wurde schon erläutert. Kommen wir also zum Chassis. Während beim F1 die Monocoque-Bauweise mit geklebten und genieteten Aluminiumblechen angewendet wird, haben die F2 Stahlrohrrahmen mit Beschränkung des Querschnitts. Der Radstand beträgt bei den F1 220 cm, bei den F2 nur 160 cm. Das hat zur Folge, dass das Stichmaß vom Getriebeausgang zur Hinterradmitte beim F1 ca. 35 cm gegenüber ca. 70 cm beim F2 beträgt. Die Räder werden mit Zentralmuttern befestigt. Während Vorder- und Hinterrad gefedert sind (Federwege nur 3 bis 4 cm), ist das Seitenwagenrad starr mit dem Chassis verbunden. Alle drei Räder werden durch Zweikreisbremsanlagen gleichzeitig verzögert.

Während beim F1der Abstand zwischen Motor und Antriebsrad sehr kurz ist, benötigt man beim F2 eine lange Kette

Für die Motoren gab es immer wieder neue technische Richtlinien. Nach der ersten Viertaktära mit 500 ccm Hubraum, folgten wie bei den Solomotorrädern die giftigen Zweitakter. Anfangs ebenfalls mit 500 ccm, als diese später nicht mehr frei verfügbar waren mit 350 ccm. Als auch diese Zweitakter immer rarer wurden, kehrte man zu den Viertaktern zurück. Mit dem Hintergrund, die Kosten nicht ausufern zu lassen, werden die WM- und IDM Sidecars von handelsüblichen Serienmotoren nach Stocksport-Reglement befeuert. F1-Vierzylindermotoren dürfen maximal 1.000 ccm Hubraum bzw. Zweizylindermotoren 1.200 ccm haben. Das Fahrzeuggewicht muss mindestens 225 kg betragen. Bei den F2-Gespannen sind es 600 ccm Vierzylinder- und 750 ccm Zweizylinder-Motoren. Das Mindestgewicht ist mit 184 kg definiert.
Mit all diesen Fakten ist klar, dass F1-Gespanne die schnelleren sind, doch in der Hand von richtig schellen Piloten können F2-Gespanne so manchen F1-ler ärgern.

Kraftquelle mit großem Hubraum beim F1 gegenüber dem "kleineren" F2-Triebwerk


Das Gespann von heute hat zwar rein optisch nichts mehr mit dem zu tun, was man alt hergebracht unter einem solchen versteht, aber der Sinn dieses Sportgerätes ist trotz aller Modernisierung erhalten geblieben. Es fahren zwei Personen auf einem Fahrzeug, die nur, wenn sie optimal miteinander harmonieren, richtig schnell sein können.



Lorenz / Freund
M
eister 2004 "Historische Motorräder"
 Gespanne bis Bj. 1949 + Sitzer ab 18 Zoll bis Bj. 1967
 Deutscher Meister 2004 (Gesamtsieger)
"Historische Motorräder" 

Angefangen hat es einmal mit einem Serienmotorrad an das ein Seitenwagen gebastelt wurde, in dem der "Schmiermaxe" seine Turnübungen machte.

In den letzten 50 Jahren ist auch hier die Entwicklung weiter gegangen. Immer höhere Kurvengeschwindigkeiten sorgten dafür das die Reifen stets breiter wurden.


Schaub / Breitbach
Deutscher Vize-Meister 2004
"Historische Motorräder"
Classic Gespanne Kneeler  Bj. 1950 - 1967


2004 - Hock Sidecar Racing

Flacher wurden die Fahrzeuge um das Kippmoment zu verkleinern. Länger wurden sie um das Querrutschen in den Kurven besser zu beherrschen.

Ein modernes Renngespann besteht aus:

Aluminiumchassis:

Ein Chassis besteht aus Aluminiumblech das durch Klebe- und Niettechnik mit einander verbunden wird. Im inneren befinden sich Versteifungsbleche, die den "Kasten" auf Verdrehung stabilisieren. An den Punkten, an denen die Querlenker befestigt sind, werden spezielle Verstärkungen eingesetzt. Der Motorhalter wird von aussen angeschraubt, sodass theoretisch jeder Motor eingebaut werden kann.

Radaufhängung und
Räder:

Die Radaufhängungen sind Einzelanfertigungen. Gefertigt werden diese aus Stahlblech. In der Aufhängung befindet sich das Radlager mit Radachse, sodass das Rad mittels Zentralmutter darauf befestigt werden kann. Ebenfalls fest an der Aufhängung befinden sich Bremsscheiben und Bremszangen. Alle drei Räder werden durch ein Zweikreissystem gebremst. Vorder- und Hinterrad sind gefedert, während das Seitenwagenrad starr am Chassis befestigt ist. Die Radbreite ist vorn auf 210 mm, Seite und Hinten auf 254 mm begrenzt.

Motoren:

Zum Einsatz kommen kann jeder Motor, der im Hubraum zwischen 800 und 1200 ccm liegt. Es muss sich um ein Serienteil handeln, dass getunt werden kann. Die Leistung dieser Motoren liegt zwischen 170 PS und 210 PS. Die Entscheidung für die richtige Motorenkomponente will gut bedacht sein. Die kleineren Motoren haben in der Regel deutlich geringeres Gewicht, aber auch weniger Leistung, wobei die schweren Motoren oft die Leistungsstarken sind. Für Kurvenreiche Strecken wird der leichte, und für Vollgasstrecken der leistungsstärkste Motor der richtige sein.

Fahrwerk:

Fahrwerkseinstellungen kann man an allen drei Rädern vornehmen. Das Seitenwagenrad wird eigentlich nur in der Spur verstellt, sodass es entsprechend des Kurses die Lenkung etwas nach rechts oder links unterstützt. Am Vorder- und Hinterrad wird mittels Federbeine versucht stets die beste Haftung zu erreichen. Da die Federwege an einem Gespann aber bei 3-4 cm liegen, ist dies ein schwierige Aufgabe. Man möchte immer das komfortabelste, aber auch das förmlich auf dem Boden klebende Fahrwerk. Dazu braucht es eine Menge Erfahrung, und trotz allem geling es nicht auf jeder Strecke.

Ich hoffe Ihnen mit ein paar technischen Erläuterungen den Gespannsport etwas näher gebracht zu haben. Fans die weitere Fragen zum Gespann, zum Sport, zu den Team's haben, sind recht herzlich eingeladen uns in unserem IGG-Zelt zu besuchen. Wir stehen dort gerne Rede und Antwort
Mit sportlichem Gruß Kurt Hock



  "Schrauber Luigi"

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Technische Geschichte der Seitenwagen

(Kurt Hock)  Die Technischen Bestimmungen für die Straßenrenngespanne haben sich im Laufe der letzten 30 Jahre erheblich geändert. War ein Renngespann der 60er Jahre noch mit einem im Straßenverkehr zugelassenen Gespann zu vergleichen, so begann Anfang der 70er Jahre der allmähliche Umschwung zu den Gespannen von heute.
Aus 18 Zoll Rädern wurden 16 Zoll Räder und später ganz und gar 13 Zoll Räder. Damit wurde der Schwerpunkt des Renngespanns immer mehr nach unten gelegt. Gleichzeitig nahm auch die Reifenbreite zu. Von ehemaligen normalen Soloreifen bis hin zum heutigen 13 Zoll 250 mm breiten Hinterrad. Die Verringerung des Schwerpunktes nach unten hatte zur Folge, dass die Kurvengeschwindigkeit sich erhöhte. Unfallstatistisch gesehen war es auch ein Schritt in die sichere Richtung, da sich die alten Gespanne doch sehr häufig mit einem Überschlag von der Piste verabschiedeten, während die Gespanne der Neuzeit sich eher nur aus der Kurve herausdrehten und somit die Verletzungsgefahr von Fahrer und Beifahrer deutlich nach unten ging.
Diese Fahrzeuge wurden nicht nur flacher sondern auch im Radstand länger: War in den Sechzigern der Radstand noch ca. 1,50 Meter; hatten die Gespanne Ende der 70er Jahre schon ca. 1,80 Meter Radstand.
Zu dieser Zeit saß der Fahrer noch über dem Motor, was sich anfangs der 80er schlagartig änderte. 2,20 Meter Radstand, Motor hinter dem Fahrer; direkt vor dem Hinterrad. Keinen Rahmen mehr aus Rohr, sondern ein Aluminiummonocoque in Kastenbauweise sind seither die Grundpfeiler für ein modernes Straßenrenngespann.
Die Bereifung, ähnlich der F3, weist auf dem Vorderrad eine maximale Breite von 210 mm auf, auf dem Seitenwagenrad und auf dem Hinterrad 254 mm.
Die Bremsanlage, drei Bremsscheiben und drei Bremszangen, alle mit dem Fuß betätigt und als Zweikreissystem ausgelegt, hat durch die breiten Reifen eine so enorme Verzögerung, dass ein ungeübter Beifahrer sich mit Sicherheit bei einer Bremsung nach vorne vom Fahrzeug verabschieden würde. Das einzige starr aufgehängte Rad ist das des Seitenwagens. Vorder- und Hinterrad sind mit Querlenkern am Aluchassis befestigt und sorgen mit ausgefeilten Feder- und Dämpfungselementen für den zu produzierenden "Grip" auf der Straße. Der größte Fahrwerksunterschied zwischen den Gespannen der letzten 5 Jahre wird sicherlich nicht die Konstruktion des Fahrwerks an sich sein, sondern die Fähigkeit des Fahrers und seines Teams, das Fahrzeug optimal auf den Fahrstil und die Gegebenheiten der Strecke einzustellen.
Fast ausnahmslos werden heute Chassis der Firma LCR (Louis Christen Racing) eingesetzt. Ebenfalls gibt es noch die Firma Windle aus England, die in Kleinstserie auch den ein oder anderen Fahrer mit Fahrwerken beliefert. In der IDM gehen noch zwei Teams an den Start, die mit ihren in Eigenregie gefertigten Chassis schon viele Jahre Ihre Runden drehen - Bernhard Klose und Kurt Hock sind Konstrukteure, Bauherren und auch Fahrer ihrer Gespanne, die technisch immer auf dem Stand der Dinge sind. Auch auf der Motorenseite hat sich mit den Jahren einiges verändert. Fuhr man in den 60ern noch mit dem 2 Zyl. Boxer Motor von BMW (500 ccm) kamen Mitte der 70er die ersten 2-Takt-Motoren der Firma König aus Berlin zum Einsatz. Diese waren sehr anfällig, leisteten aber 10 bis 20 PS mehr als ein guter BMW und Ende der 70er wurden die ersten Motoren aus dem fernen Japan eingesetzt. OW 31
war die Motorenbezeichnung von Yamaha, der später durch den Powervalve Motor ersetzt wurde. Dieser Motor war die Grundlage für alle folgenden 2-Takt-Motoren, die durch permanentes Weiterentwickeln ihre Leistung von 120 PS bis zum heutigen 200 PS 500 ccm 2-Takt-Aggregat steigern konnten.
International sind diese 2-Takter seit 1 Jahr verboten. In der IDM haben sie eine Fristverlängerung für 2001 erhalten und gehen dieses Jahr sicherlich das letzte Mal an den Start (Kohlmann, Neumayer).
Der Rest des Feldes startet mit 4-Takt-Motoren zwischen 850 bis 1200 ccm. Vorwiegend werden Suzuki-GSX R 1100-Motoren verwandt. Aber auch Yamaha F ZR oder R1, Honda C BR 900 oder XX 1100, Kawasaki ZZR 1100 oder ZX 1200 R-Motoren kommen zum Einsatz.
Laut Reglement müssen es Serientriebwerke sein, die aber ziemlich freizügig getunt werden können. Das Einsetzen von exotischen Materialien wie Kohlefaser oder Titan ist allerdings verboten, um die Kosten für ein Triebwerk nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Interessant zu beobachten wird sein, welche die beste Kombination zwischen Motor und Chassis ist. Vielleicht ein schwerer 1200er Motor mit etwas mehr Leistung wie der GSX 1100 R, der XX 1100 oder der ZX12R-Motor: Oder aber auch ein leichter Motor mit etwas weniger Leistung wie der R 1 oder der neue 1000 Suzuki. Sicherlich hat jede Paarung ihren Vorteil. Aber am Ende der Saison wird sich weisen, was sich auf den verschiedensten Strecken am besten durchzusetzen konnte. Technisch die größte Herausforderung bei den Motoren ist die Standfestigkeit der Kurbelwellen zu erreichen. Bei einem Gespann treten im Gegensatz zu einem Solomotorrad, welches immer in die Kurve gelegt wird, so hohe Fliehkräfte auf, dass es sehr problematisch ist, das Öl im Motor an der richtigen Stelle festzuhalten, um der Ölpumpe das Schmieren der Kurbelwelle zu ermöglichen. Ein Bruchteil einer Sekunde bei 11.000 U/min kein Öldruck und der Motor ist defekt.
Um nach einem Platzer; bei dem ohne weiteres das Pleuel aus dem Gehäuse schauen kann, nicht die Strecke einzuölen, werden heute Ölauffangwannen unter den Motor montiert. Auch diese Wannen unterliegen der ständigen Weiterentwicklung mit der Absicht, höchstmögliche Sicherheit für sich selbst und die Fahrerkollegen zu gewährleisten. Soweit ein kleiner Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Straßenrenngespannes. Für interessierte Besucher unserer Veranstaltungen stehen die Teams im Fahrerlager in aller Regel gerne zur Verfügung, um über weitere technische Details Auskunft zu geben.

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Die Seitenwagenreifen-Story

Die Firma Tschuck-Pacemaker im schweizerischen Kreuzlingen ist seit 30 Jahren eng mit dem Seitenwagenrennsport verbunden. Erich Tschuck versorgt die Gespannfahrer mit dem "schwarzen Gold", ohne das die dreirädrigen Gefährte ihre Motorleistung nicht auf den Asphalt bringen würden. Die Seitenwagenreifen-Story ist so wechselvoll wie die Geschichte der modernen Gespanne. Doch lassen wir Erich Tschuck selbst erzählen:
"In den 70er Jahren wurden hauptsächlich die in Genf gebauten Schmid-Gespanne gefahren. Diese hatten, wenn ich mich recht erinnere, hinten einen in den USA gebauten Firestone-Reifen 6.5/9.5-10 Indy, vorne einen Dunlop Greenspot L 10 und auf dem Seitenwagenrad einen Dunlop Greenspot 10 Zoll. Alle diese Reifen kamen aus dem Tourenwagensport.
Dann kam die Zeit der M+H "Racemaster", der von den Schweizer Konstruktionen Seymaz und LCR verwendet wurde. Es wurden 13-Zoll-Reifen auf allen drei Rädern montiert:
vorne ein Vorderreifen aus der Formel 3 sowie hinten und seitlich je ein Vorderreifen aus der Formel 2. Später hat M+H einen speziellen Vorderreifen entwickelt 7.9/20.5-13 mit sehr steifen Seitenwänden. Als Hinterradreifen wurde ein spezieller Seitenwagenreifen gefertigt (10.0/20.0-13). Jedes LCR-Gespann wurde beim Kauf mit zwei Sätzen M+H-Reifen ausgeliefert (ein Satz Slicks und ein Satz Regenpneus).
M+H hat dann wegen des Aufbaus einer neuen Produktionsstätte ein Jahr lang nicht liefern können, was dazu zwang, uns nach einem neuen Lieferanten umzusehen. Dabei sind wir auf Yokohama gestoßen, den sechstgrößten Reifenhersteller der Welt mit 12000 Beschäftigten und rund fünf Milliarden Schweizer Franken Umsatz pro Jahr. Yokohama hat sich der Sache angenommen und auf Anhieb siegreiche Seitenwagenreifen entwickelt. Ich habe damals einen großen Fehler begangen, als ich meinem Freund und Konkurrenten Markus Hotz anvertraute, dass die Seitenwagen ein gutes Geschäft für uns seien. Daraufhin griff er als Avon-Händler selbst in den Gespannrennsport ein. Fortan gab es über mehrere Jahre einen harten Konkurrenzkampf von Yokohama und Avon auf dem Dreiradsektor.
Viele Rennfahrer jener Zeit werden sich noch erinnern an die großen Probleme mit Vibrationen, die vom Hinterrad ausgingen. Wir haben einige Jahre gebraucht, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Viele gescheite Ingenieure haben das Problem analysiert und studiert. Ein cleverer Japaner, Mister Ihno, hat schließlich die Lösung gefunden. Sie wird heute noch, ihm zu Ehren, als I-Konstruktion bezeichnet. Avon hat lange Zeit versucht, diese Konstruktion zu kopieren, hat es aber letztendlich nicht geschafft. Das war der endgültige Durchbruch von Yokohama. Dazu ist zu bemerken, dass wir immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Konstrukteure und Fahrer hatten. Louis Christen ist ein guter Freund von mir, und wir haben die Reifenprobleme immer miteinander diskutiert. Rolf Biland war dann jeweils der Vorreiter und Testfahrer für die Neuentwicklungen.
Die Zeiten mit Yokohama waren für uns aber nicht immer problemlos. So hat uns die Rennstrecke von Jerez in Spanien zwei mal einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hatten die T-Mischung verwendet, die sehr schnell war. Aber leider nur 20 Runden lang, dann war der Laufflächen-Gummi aufgebraucht und die Karkasse wurde sichtbar. Leider ging das Rennen über 25 Runden, und die meisten führenden Gespannteams mussten entnervt mit kaputten Reifen aufgeben. Im Training war kein Team bereit gewesen, eine komplette Renndistanz zu absolvieren. Deshalb war das Problem nicht frühzeitig erkannt worden. Zum Glück für uns wurde diese Rennstrecke mittlerweile aus dem Terminkalender gestrichen.
Noch eine Episode zum Schluss: für das erste Übersee-Rennen in Laguna Seca/USA wollten wir aus Kostengründen nur eine Reifensorte verwenden. Wir hatten von Rolf Biland gehört, dass die Strecke einen großen Reifenverschleiß verursachte und wollten aus diesem Grund die damals in der DTM unschlagbare E-Mischung einsetzen. Die Japaner hatten uns jedoch erklärt, diese Mischung sei geheim und deshalb nicht für den Verkauf bestimmt. Daraufhin hatten wir uns auf die angeblich ähnliche B-Mischung geeinigt und die Reifen, ohne sie vorher zu testen, in die USA verfrachtet. Unser langjähriger Mitarbeiter Dick Hastilow kam schon nach dem ersten Training aufgeregt zu mir und machte mich darauf aufmerksam, dass wir ein ernstes Problem hätten. Die Reifen erhitzten sich bis auf 130 Grad, was normalerweise kein Gummi aushält, ohne ernsthaften Schaden zu erleiden. Das kostete uns zwei schlaflose Nächte. Die angereisten japanischen Ingenieure konnten mich mit ihrer Entschuldigung "Solly, we made a mistake! It is not B-compund" auch nicht gerade ermutigen. Aber: Die Reifen haben das Rennen durchgehalten und waren der Konkurrenz absolut überlegen. Yokohama-Reifen sind bis zum heutigen Tag unschlagbar. Sie halten bei allen Temperaturen durch und sind damit für alle Strecken ideal.

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Wer gewinnen will, muss (spät) bremsen (können)! 

Das Engagement von Ferodo für den Motorsport hat eine lange Tradition. Bereits 1926 errang Parry Thomas mit seinem mit Ferodo-Bremsbelägen ausgestatteten Automobil "Babs" den absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord mit 270 km/h. Der Geschwindigkeitsrekord für motorgetriebene Landfahrzeuge, den Donald Campbell 1964 mit seinem "Bluebird" mit 640 Stundenkilometern aufstellte, besteht bis heute. Alle seine "Bluebird"-Autos waren mit Ferodo-Bremsbelägen ausgestattet. Doch nicht nur auf Rekordpisten, sondern auch auf Rennstrecken vertrauten Motorsportler auf zwei, drei und vier Rädern auf die Verzögerungswerte von Ferodo-Bremsbelägen. Zwischen 1961 und 1981 gewannen mit Ferodo-Scheibenbremsbelägen ausgestattete Formell-Rennwagen 265 von 267 Grand Prix-Rennen. 21. Mal hintereinander waren Ferodo-Bremsbeläge in den Weltmeisterschafts-Autos eingebaut. Ferodo waren für die weltbesten Rennfahrer immer die erste Wahl: angefangen bei Tazio Nuvolari über Stirling Moss und Juan Manuel Fangio bis zu Jim Clark, Niki Lauda oder Nelson Piquet.

Ferodo-Bremsbeläge dominierten aber auch jahrzehntelang im Motorradrennsport. Fahrer wie Geoff Duke, John Surtees, Giacomo Agostini, Barry Sheene, Eddie Lawson, Joey Dunlop und Carl Fogarty errangen mit Ferodo ihre Siege und Weltmeistertitel. Durch nichts wird die herausragende Qualität von Ferodo-Material eindrucksvoller belegt als durch die TT auf der Insel Man, bei der es jeder große Rennsieger seit dem Jahr 1924 benutzte.
Heute haben sich die Namen der Fahrer und ihre Fahrzeuge geändert, aber der Name Ferodo steht nach wie vor für Entwicklung und Leistung. Je nach Einsatzzweck stehen die darauf abgestimmten Qualitäten von Bremsbelägen zur Verfügung. Die Europameister im Seitenwagenrennsport des Jahres 1998, Steinhausen/Schmidt, gewannen mit Ferodo 4003 den Titel. Zu den entscheidenden Eigenschaften dieses Belags zählen eine kurze Einfahrzeit, ein hoher Reibwert in allen Temperatur- bereichen sowie ein kaikulierbares Kurvenbremsverhalten. Diese Vorzüge werden weltweit auch für die Formel 3-Rennwagen genutzt und in Erfolge umgemünzt.


Bremsbeläge für die Poleposition

Pagid Info Februar 2010

Pagid ist mit Rennsportbelägen in fast allen Sparten des Motorsports erfolgreich vertreten. Vom Clubsport bis hin zu den Werksteams der Fahrzeughersteller. So ist Pagid beispielsweise offizieller Serienpartner des Porsche Cup Deutschland und des internationalen Porsche Super Cup.
Und verhilft den Motorsport-Teams seit vielen Jahren zum Erfolg. Denn wer das Siegertreppchen erobern will, braucht Bremsen, die selbst unter extremsten Bedingungen schnell und präzise reagieren.
 So waren z.B. beim 24 Stunden Rennen von Daytona 52 von 70 Fahrzeugen mit Rennsportbelägen von Pagid ausgestattet. Und der Erfolg bestätigt die Fahrer und nicht zuletzt auch uns.
Renningenieure sind mit den Rennteams gemeinsam vor Ort. So werden permanent wertvolle Erfahrungen live auf der Rennstrecke gesammelt. Diese Resultate fließen sofort in die Weiterentwicklung neuer Materialien ein.
 Auf diese Weise entstehen die optimalen Bremsbeläge für jede Rennanwendung.
Diese Resultate führten zu einer Neuentwicklung von Bremsbelägen für die modernen F1, F2 Renngespanne sowie für die historischen Seitenwagen.
Speziell für diese Fahrzeuge wurden Rennbremsbeläge entwickelt, die genau auf deren Anforderungen abgestimmt sind,
wie z.B.hohe Temperaturbeständigkeit,sehr gute Dosierbarkeit bei geringer Fußkraft, besondere mechanische Belagbefestigung, geringer Wärmedurchgang dadurch maximaler Schutz gegen Bremsflüssigkeitssieden, verschleißfest aber doch scheibenfreundlich.
Ein Großteil der Fahrer in der Superside, IDM, Int. Sidecar-Trophy, Tourist- Trophy, nationalen Meisterschaften und historischen Seitenwagenserien wie z.B. die Fahrer:
Päivärinta, Reeves, Klaffenböck, Holden, Bohnhorst, Schlosser, Hock, Grabmüller, Rösinger um nur ein paar zu nennen, vertrauen auch auf die Bremsbeläge aus dem Hause Pagid.
Pagid ist ebenfalls weltweit führend in der Entwicklung von Bremsbelägen für High-Performance-Bremssysteme mit Carbon-Ceramic-Bremsscheiben.
Diese Bremsbeläge finden Verwendung in High-Performance Fahrzeugen mit Keramik Bremsscheiben von vielen Herstellern, so z.B. Bugatti, Ferrari, Porsche, Aston Martin, Pagani-Zonda.

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Zweitakt gegen Viertakt

Das Jahr 1998 steht für die Seitenwagenklasse in Deutschland unter einem ganz besonderen Stern. Die seit zwei Jahrzehnten bei Seitenwagenrennen dominierenden Zweitaktmotoren bekommen immer mehr Konkurrenz. Bereits in den vergangenen Jahren machten vereinzelt Gespanne mit Viertaktmotoren auf sich aufmerksam. Im letzten Winter nun hat der Deutsche Motor Sport Bund in Absprache mit der Interessengemeinschaft Gespannrennenden maximal zulässigen Hubrauminhalt für Viertakter von 1100 auf 1200 ccm erhöht. Diese Maßnahme erhöht die Chance, sich mit seriennahem und deshalb bezahlbarem Motorenmaterial gegen die nur 500 ccm großen, aber äußerst leistungsintensiven Zweitakter zu behaupten. Unter anderem kann jetzt der serienmäßig 1140 ccm große CBR 1100 XX-Motor von Honda in den Rennen eingesetzt werden.
Der Mut zur Veränderung, den der DMSB und die IGG bewiesen haben, hat auf Anhieb für den erhofften Boom gesorgt. Der Anteil der Gespanne mit Viertaktmotoren ist noch einmal stark angewachsen. Wenigstens 18 der regelmäßig an Rennen um die Deutsche Meisterschaft antretenden Teams, darunter allein sieben (!) Einsteiger, haben dieses Jahr Vierzylinder-Viertaktmotoren aus Motorrädern von Honda, Suzuki, Yamaha oder Kawasaki eingebaut. Fünf Paarungen bleiben dem erfolgsgewohnten Zweitakter treu. Die Zuschauer können sich also nicht nur aufspannende Positionskämpfe in einem großen Teilnehmerfeld freuen, sondern auch auf einen Glaubenskrieg der zwei gegen die vier Takte, wie er ihnen in dieser Form ausschließlich bei den Seitenwagen geboten wird. Denn in keiner anderen Motorradklasse treten die beiden Motorenphilosophien unmittelbar gegeneinander an!

Vierzylinder-Zweitaktmotoren mit 500 ccm sind seid vielen Jahren das Maß aller Dinge im internationalen Seitenwagenrennsport. Hier ein Krauser-Motorblock mit Honda-Zylindern, Charakteristisch die vier parallel nach vorn m verlegten “Auspufftüten ", in deren Größe und Formgebung eines der Geheimnisse der gewaltigen Leistung von fast 200 PS steckt.

In Deutschland sind in den vergangenen Jahren Viertaktmotore in Renngespannen zunehmend konkurrenzfähiger geworden: Sie dürfen seit diesem Jahr einen maximalen Hubraum von 1200 ccm aufweisen, müssen aber auf einem Serientriebwerk basieren. Im Bild ein Motor aus der SuzukiGSX-R 1100 W, der sich als besonders geeignet erwiesen hat.

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So funktioniert ein Renngespann 

Das Fahrgestell eines Renngespanns besteht heute in aller Regel nicht mehr aus einem Rohrrahmen. Es handelt sich wie im Rennwagenbau um ein sogenanntes Monocoque, das aus gekantetem Aluminiumblech gefertigt ist. Es wird aus mehreren Einzelteilen miteinander verklebt und vernietet: Zwischenwände aus Stahlblech (Schotts) dienen zur zusätzlichen Versteifung gegen Verwindungen. An das Monocoque angeflanscht sind die Radaufhängungen für das Vorder- und das Hinterrad. Das Seitenwagenrad ist mit dem auf der linken Seite angebrachten Seitenwagenschacht mittels einer senkrechten Aluminiumplatte befestigt, die mehrere Gewindebohrungen besitzt, um das Rad in unterschiedlichen Positionen befestigen zu können. Über Stangengelenkköpfe können alle Räder in Spur und Sturz auf die jeweiligen Streckenverhältnisse abgestimmt werden.
Im Inneren des Monocoques, hinter der Fahrerposition, findet der Tank (meist in Form einer Gummiblase aus dem Flugzeugbau) seinen Platz. Weiterhin sind die Stoßdämpfer für das Vorder- und das Hinterrad in bzw. an dem Schacht untergebracht, wie auch die Batterie und verschiedene Zündungs- und Elektronikteile. Das Seitenwagenrad ist ungefedert .
Der Motor wird auf der rechten Seite in die dafür angefertigten Halterungen eingehängt. Die Auspuffanlage wird aus Platzgründen unter dem Fahrer nach vorn gelegt, die Abgase aber werden seitlich nach hinten abgeleitet.
Der Fahrer kniet innerhalb der Verkleidung in der sogenannten Sitzschale, die Füße hinter den Knien, wo sie Schaltung und Bremsebetätigen können. Am Lenker befinden sich lediglich der Gasdrehgriff und der Kupplungsgriff. Eine separate Handbremse wie am Serienmotorrad gibt es nicht.
Der Beifahrer findet auf der nach ihm benannten Beifahrerplattform Platz, die zumeist aus ultraleichtem und superstabilem Kohlefaser gefertigt und nicht gepolstert ist und an das Monocoque angenietet wird. Vor dem Seitenwogenschacht ist, auch aus strömungstechnischen Gründen, der Wasserkühler bei Viertaktern teilweise auch der Ölkühler angeordnet.
Die Position des Beifahrers ist teils kniend, teils kniend-liegend. Die Griffe und die Griffmulden in der Verkleidung werden jedem Beifahrer individuell angepasst.
Das Bremssystem wird über das Fußpedal betätigt. Es handelt sich um ein Zweikreis-Bremssystem (Hinterrad- und Seitenwagenrad, Vorderrad), Verwendet werden vorn wie hinten innenbelüftete Bremsscheiben mit einer Durchmesser von jeweils 265 mm in Verbindung mit Vierkolben-Bremszangen, während das dritte Rad mit einer Grauguß-Bremsscheibe mit Zweikolben-Bremszange auskommt. Kohlefaserbremsen sind seit diesem Jahr verboten.
Die Motoren, die im Gespannrennsport verwendet werden, arbeiten sowohl nach dem Zweitakt- als auch nach dem Viertaktprinzip. Bei Zweitaktern liegt die Hubraumobergrenze bei 500 ccm. Bei Viertaktmotoren sind, um eine bessere Chancengleichheit zu gewährleisten, seit diesem Jahr bis zu 1200 ccm erlaubt. Die Leistung kann bei den Zweitaktern bis zu 200 PS betragen, während sich die Viertakter, je nach Tuningstufe, um 180 PS bewegen. Die Viertaktmotoren müssen einem Serien-Motorrad entstammen. Gesteuert wird die Leistung über Vergaser und eine elektronische Zündanlage.
Für Gespanne mit Zweitaktmotor beträgt das vorgeschriebene Mindestgewicht 205 Kilogramm. Für Viertakter wurde, um dem schweren Motor Rechnung zu tragen, das Mindestgewicht auf 215 kg festgelegt.
Reifen für Renngespanne werden in zwei Größen angeboten (13 sowie 14 Zoll) und mit drei verschiedenen Laufflächen: Slicks, Intermediats und Regenreifen. Slicks sind profillose Reifen für trockene Fahrbahn und hohe (Kurven-)geschwindigkeiten .Auch Intermediats sind ursprünglich profillose Trockenreifen, in die für feuchte Fahrbahn einige wenige Profilrillen von Hand hineingeschnitten werden. Regenreifen haben eine sehr weiche Gummimischung und sind stark profiliert. Werden Regenreifen auf trockener Strecke gefahren, erwärmt sich die Gummimischung so stark, dass schon nach wenigen Runden das Profil buchstäblich wegschmilzt

Das aus Aluminiumblechen zusammengenietete Monocoque ist das Herzstück eines modernen Renngespanns. An diesem zentralen Schacht sind der Motorblock, die Lenkung und die Radaufhängung befestigt. Außerdem birgt es Im Inneren den Kraftstofftank.


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