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Erfolgreiches
IDM-Comeback für Schlosser/Hänni
Text und Bilder: Hubert Lebeau
Die Schweizer Markus
Schlosser/Adolf Hänni knüpften mit ihrem Sieg beim ersten
IDM-Sidecar-Rennen 2009 auf dem Eurospeedway Lausitz nahtlos an
ihren Meistertitel des Jahres 2007 an. Im vergangenen Jahr hatten
sich die Schweizer ganz auf die Superside-Weltmeisterschaft
konzentriert. Hinter ihnen holten sich Kurt Hock/Enrico Becker
nach großer Aufholjagd letztlich ungefährdet den 2. Platz. Als
Dritter machte sich der Lokalmatador Wolfram Centner mit Beifahrer
Andy Wolfram selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk.
Vorjahresmeister Harald Hainbucher hatte mit seinem neuen
Beifahrer Stefan Trautner die fünftschnellste Trainingszeit
erzielt und auch noch am Warm up am Sonntagmorgen teilgenommen,
danach
allerdings räumte seine Crew die Box leer. Wegen vor Ort nicht zu
behebender Fahrwerksprobleme an seinem RSR-Gespann hatte der
Österreicher schweren Herzens entschieden, sich bei der
Rennleitung vorzeitig abzumelden.
Am Start übernahmen die
Trainingszweiten Grabmüller/Grabmüller mit einem wahren
Raketenstart die Führung, während das Pole Position-Gespann
Schlosser/Hänni wie schon so oft erst einmal auf Abwarten fuhr und
die Trainingsdritten Hock/Becker im Verkehr hängenblieben. Noch
besser als Grabmüller hatten es allerdings Zimmermann/Ziegler
drauf, die von der 8. Startposition bis auf Platz drei nach vorn
schossen.
Hock/Becker gingen als Sechste in die erste der 15 zu fahrenden
Runden, schoben sich aber nach mehreren Anläufen noch in diesem
Umlauf an Schröder/Kirchhofer vorbei auf Rang fünf. Auch Eilers/Freund
nutzen eine Lücke, um sich an Peter Schröder vorbeizuschieben.
Der
Schweizer Routinier musste eine verhaltene Gangart wählen, da er
seine verletzte Stamm-Copilotin Anna Burkhard durch die noch nicht
so erfahrene Sophia Kirchhofer ersetzen musste.
In der zweiten Runde übernahmen
Schlosser/Hänni die Führung von den Grabmüllers und kontrollierte
von da an das Rennen. Hock überholte Centner, aber statt auch
Zimmermann hinter sich zu lassen, folgte erst einmal ein
erfolgreicher Konter von Centner. Erst in der 4. Runde gelang es
den Drittplazierten der letztjährigen Meisterschaft erstmals, sich
auf einem Podestplatz festzusetzen. Nicht nur das, Hock/Becker
rückten auch den Gebrüdern Grabmüller immer näher auf den Pelz. In
der 7. Runde war es soweit: Der Hesse zog an den Wienern vorbei
auf den 2. Platz und begann sofort, sich langsam aber stetig von
ihnen abzusetzen.
Es dauerte nicht lange, da witterte auch der Viertplatzierte
Wolfram Centner Morgenluft.
Der
Radebeuler robbte sich immer näher an Michael und Bernd Grabmüller
heran, die nach dem Rennen Leistungsmangel wegen mangelnder
Benzinzufuhr beklagten. Letztlich konnten sich auch Centner/Wolfram
vor die Grabmüllers setzen und sie bis zum Fallen der Zielflagge
um sieben Sekunden zu distanzieren.
Robert Zimmermann/Maik Ziegler
nutzten ihren blendenden Start zu einem sehr guten fünften Platz,
der nach den Ausfällen von Eilers/Freund und Göttlich/Kölsch auch
ungefährdet war. Mit Respektabstand kamen dahinter die
schweizerisch/sächsische Paarung Brändle/Helbig und die Schweizer
Schröder/Kirchhofer ins Ziel.
Einen leidenschaftlichen Kampf fochten Uwe Gürck/Manuel Eckert in
ihrem ersten IDM-Rennen mit Alfons Steffes/Gerd Görlich aus.
Rundenlang lieferten sich die beiden dunkel lackierten Gespanne
einen Zweikampf, den zunächst Steffes anführte, dann aber Gürck
für sich entschied. Als verdienten Lohn bekamen die Schwaben bei
der Siegerehrung als Elfte den Rookie-Pokal für die schnellsten
Neulinge überreicht. |