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Quelle: www.idm.de
5. IDM-Lauf 2009 auf dem Salzburgring
Markus Schlosser holt mit
"Ersatzbeifahrer" Thomas Hofer den Sieg in der IDM Sidecar
Vor
18.500 Zuschauern konnte sich Markus Schlosser am Sonntag (5. Juli)
mit seinem "Ersatzbeifahrer" Thomas Hofer den Sieg in der Klasse IDM
Sidecar auf dem Salzburgring sichern. Der eigentliche Co-Pilot Adolf
Hänni weilte zum gleichen Zeitpunkt im spanischen Albacete, um am
Weltmeisterschaftslauf der Sidecars teilzunehmen. Das Rennen in
Salzburg selbst, war eines der spannendsten der bisherigen Saison bei
den Dreirädern.
Markus Schlosser ist einfach nicht zu stoppen. Auch mit seinem neuen
Co-Piloten Thomas Hofer konnte er die Szenerie der IDM Sidecar in
Salzburg dominieren. Er holte sich die Pole-Position sowie den Sieg
und hält derzeit bei der Maximal-Punktzahl von 125 Zählern. Rein
theoretisch könnte Schlosser beim Rennen auf dem Schleizer Dreieck in
rund vier Wochen, dann wieder mit Adolf Hänni im Gespann, den
Meistertitel vorzeitig klar machen. Wenn er dort aber wieder so unter
Druck gerät, wie in Salzburg, unter anderen durch das von Rang zwei
aus startende Team von Kurt Hock/Enrico Becker, sollte dies schwierig
werden.
Besagtes Team Hock/Becker erwischte den besten Start, bog als Erstes
in die Schikane ein und führte das Feld sieben von 15 Runden lang an.
Schlosser war als Zweiter eingebogen und fiel kurzzeitig sogar bis auf
Rang drei zurück. Die Wiener Brüder Michael und Bernd Grabmüller
hatten für ihr Heimrennen eine gehörige Portion Extramotivation
getankt, griffen Schlosser unverfroren in der Fahrerlagerkurve an und
schoben sich auf zwei nach vorn. Eine Runde später machte den beiden
die Technik einen Strich durch die Rechnung. In der Zielkurve auf die
Gerade hinaus ging am Sidecar der Grabmüllers der Motor hoch.
Schlosser, welcher direkt im Windschatten der Brüder hing, konnte
gerade noch so ausweichen - aber nur mit viel Glück. Pilot Michael
Grabmüller schaltete, trotz der Wut, die in jenem Moment unter seinem
Helm kochte, sofort richtig und bog kurzerhand in die Boxengasse ein.
Das Rennen war für sie gelaufen.
Schlosser musste sich nun neu sortieren und den Weg nach vorn bahnen.
Durch den Zwischenfall mit Grabmüllers war auch noch das Team Peter
Schröder/Anna Burkard auf zwei nach vorn gegangen. Der Schweizer
Schlosser brauchte zwei Runden, um an seinen Landsleuten vorbei zu
gehen und die Jagd auf den immer noch führenden Hock zu eröffnen. Drei
Runden später kam der Führungswechsel. So ganz leicht wurde es
Schlosser aber nicht, denn am Ende der Start-Ziel-Geraden versuchte
Hock den Konter, musste aber zurückstecken und blieb hinten. "Ich habe
mich schon die ganze Zeit gewundert, wann denn der Angriff kommt",
erklärte Kurt Hock im Anschluss. "Ich konnte dann aber auf der Bremse
noch mal kontern. Das hätte ich mir aber auch schenken können",
scherzte der glückliche Zweitplatzierte.
Das Team Peter Schröder/Anna Burkard fuhr einen sicheren dritten Rang
nach Hause und stand damit auch zum dritten Mal in Folge auf dem
Podium. Anna Burkard war damit einmal mehr die beste Frau in der IDM.
"Das ist ein Bestätigung für mich, dass ich vorne mithalten kann",
erklärte die strahlende Co-Pilotin. "Der Dank geht vor allem an meinen
schnellen und guten Fahrer, der das Vertrauen in eine Frau hat - was
nicht jeder Mann kann."
Rang vier sicherten sich Wolfram Centner/Andy Wolfram vor Robert
Zimmermann/Maik Ziegler sowie Harald Hainbucher/Stefan Trautner, die
den sechsten Platz in der letzten Runde noch erbten. Die italienischen
Gaststarter Rocco Ozimo/Massimo Zanarini hatten in der vorletzten
Runde auf der Start-Ziel-Geraden plötzlich extreme Zündaussetzer zu
beklagen, fuhren im letzten Umlauf über 14 Sekunden langsamer als
zuvor und fielen auf Rang acht hinter Konrad Brändle/Mike Helbig
zurück.
Schlosser dominiert auch mit neuem
Beifahrer Thomas Hofer
Clemens Schreiter, idm.de
Markus Schlosser setzt seine Siegesserie auch mit dem neuen Beifahrer
Thomas Hofer (beide SUI) fort. Nach einem guten Start von Kurt Hock
und Enrico Becker (GER) und einem harten aber fairen Kampf der Beiden
um die Spitzenposition mussten sie dann Schlosser/Hofer ziehen lassen.
Anfangs konnten auch noch die Österreicher Michael und Bernd
Grabmüller an der Spitze mithalten und Schlosser sogar überholen. In
der dritten Runde aber zog ihr Sidecar dicke Rauchschwaden hinter sich
her. Der Motor hatte den Geist aufgegeben. Davon zuerst noch
aufgehalten, begann Schlosser anschließend mit seiner Aufholjagd und
überholte in der siebten Runde auf der Gegengeraden Hock/Becker.
Dahinter sortierte sich das Feld schnell ein. Peter Schröder/Anna
Burkard (SUI) sicherten sich so den letzten Podestplatz vor Wolfram
Centner/Andy Wolfram (GER) und Robert Zimmermann/Maik Ziegler (GER)
auf Platz fünf. Die Gaststarter Rocco Ozimo/Massimo Zanarini aus
Italien kämpften in der letzten Runde mit einem technischen Defekt und
mussten ihren sechsten Platz an die Österreicher Harald Hainbucher und
Stefan Trautner abgeben. Am Ende landeten sie auf dem achten Rang.
Durch den Ausfall von Dieter Eilers/Achim Freund (GER) und Walter
Röllins Verlust seiner Beifahrerin Priska Burkart, die das Rennen
wieder aufnehmen konnten, komplettierten Stefan und David Dodd (GBR)
sowie Felix Bereuter/Sophia Kirchhofer (SUI) die ersten zehn.
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