Erlebniswochende am Rheinfall (24.-25-01.2009)
Text: Hubert Lebeau
Bildergalerie: Dieter Korn  Hubert Lebeau
Jahreshauptversammlungen sind wegen ihres zumeist „trockenen“ Inhalts nicht sonderlich beliebt. Anders bei der Interessengemeinschaft Gespannrennen, bei der die Mitglieder schon seit vielen Jahren mitten im Winter mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm zu dem jeweiligen Veranstaltungsort gelockt werden.
In diesem Jahr hatten die beiden Schweizer Gespannrennfahrer Stefan Kiser und Walter Röllin die IGG-Gemeinde nach Neuhausen bzw. Dachsen eingeladen. Zwischen den beiden Orten (und eben nicht im benachbarten Schaffhausen) schäumt und braust der berühmte Rheinfall, womit der wichtigste Programmpunkt neben der eigentlichen Jahreshauptversammlung schon geklärt war. Kiser und Röllin haben mit ihrer Einladung jedenfalls den Vogel abgeschossen: Auf ihrer Liste standen 90 Teilnehmer, darunter rund 40 Mitglieder – so viele waren es noch nie.
Dass auch das Team Dodd aus England und die Ozimo-Truppe aus Italien den Weg an den Rhein fand, setzt allem die Krone auf. Zu einem „R(h)einfall“ konnte die Jahreshauptversammlung bei diesen Voraussetzungen jedenfalls nicht werden.
Die Gastgebertruppe um Stefan, Nadine, Walter und Priska mit ihren Helfern kümmerte sich aufopferungsvoll um das Wohl der immer größer werdenden Gästeschar. Wer sich schon am Freitag durch die Regenfluten bis zum Motorrad-Laden von Walter Röllin in Dachsen gekämpft hatte, auf den wartete ein leckeres Käse-Fondue, an das sich ein super-gemütlicher Abend anschloss, den fast alle erst in den frühen Morgenstunden des Samstags beendeten. Dank des von Stefan bestens organisierten Fahrdienstes stellte der sichere Heimweg zu den verstreut liegenden Unterkünften kein Problem dar.
Nur wenige Stunden später wartete an gleicher Stelle ein üppiges Frühstücksbuffet auf die Mitglieder und deren Anhang.
Der Kreis wurde im Minutentakt immer größer. Inzwischen hatte auch die Sonne die Oberhand am Schweizer Himmel erobert, was die Stimmung zusätzlich steigerte. Kaum zu glauben, dass die ganze Gespann-Truppe am Mittag nach einem kurzen Fußmarsch zum Rheinufer tatsächlich in das „Schifflein“ passte, welches nach einer vergeblichen Warteschleife für die spät ankommenden Dodds Kurs auf den Rheinfall nahm. Tapfer bekämpfte die Besatzung auf den Seitenbänken und der Bierbank in der Mitte aufkommende Merkmale der Seekrankheit, als das Boot in immer heftigere Turbulenzen geriet, dafür aber mit einem prächtigen Panorama-Blick auf den tosenden Wasserfall verwöhnte. Mitten im Getöse machte der Kapitän an dem Felsen in der Flussmitte fest, von dem man nach einem steilen Treppenaufstieg einen grandiosen Blick genießen konnte. Wieder zurück auf dem „Ausflugsdampfer“ gab es noch einen Ehrenrunde in der aufspritzenden Gischt des Wasserfalls, die die Unerschrockenen auf dem Vorderdeck – unter ihnen Walter Röllin, Silvia und Dieter Eilers sowie Andy Kolloch – zur Gaudi der trocken in der Kabine Sitzenden nicht ganz trocken überstanden. Umso besser schmeckten anschließend im Hof von Röllin Motos der Glühwein und die Bratwürste vom Grill. Zwischendurch konnte man, ganz in schweizerischer Tradition, sich mit der Armbrust als Wilhelm Tell versuchen und sich als Meister des Nägel-Versenkens erweisen.
Die eigentliche Jahreshauptversammlung fand im Riethof, einem schmucken Gasthof vor den Toren Dachsens statt. Dass der Saal früher einmal ein Schweinestall war, wie die Wirtin bei der Begrüßung erwähnte, konnte man angesichts der heimeligen Einrichtung und der liebevollen Dekorationen nicht einmal ahnen. Nach der „Abarbeitung“ der Tagesordnungspunkte wartete auf die Teilnehmer und der geduldig ausharrenden Gäste zur Belohnung ein köstliches kalt-warmes Buffet mit verschiedenen Salaten als Vorspeise, einer super-leckeren Fleischauswahl vom Grill mit Rind, Lamm, Kalb, Schwein und Geflügel sowie als krönendem Abschluss ein Parfait mit Früchten. Trotzdem schmeckte am nächsten Morgen schon wieder das Frühstück mit den super-leckeren schweizerischen Brotsorten, dem Schweizer Käse und dem Schweizer Müsli im 1. Stock des Röllin-Geschäfts, bevor sich die meisten auf den zum Teil doch recht weiten Heimweg machten. Einige ganz Unermüdliche aber hatten sich angemeldet, um gemeinsam der alpenländischen Sportart Nummer 1 zu frönen: dem Skifahren.

So bot das Wochenende für alle etwas, dank der umsichtigen Organisation und Durchführung der Teams Kiser und Röllin.
Vielen Dank dafür! Es war ein Erlebnis!


top