IDM Sidecar: 600 cm³ und eine Handvoll Exoten

Sie rollen wieder. Bei der IDM-Veranstaltung in Most vom 11. bis 13. Juni 2021 sind die Sidecars am Start. Elf Teams haben sich mit ihren 600 cm³-Gespannen für die komplette Saison angemeldet. Dazu kommen Gastauftritte von Fahrern mit 1000 cm³-Sidecars. Sie werden im Feld integriert sein, aber wegen der immer geringen Teilnehmerzahl erfolgt für diese Klasse keine eigene Wertung mehr. Die Hubraumreduzierung auf 600 cm³ hat sich endgültig durchgesetzt.

Neben den gemeinsamen IDM-Veranstaltungen in Most, Schleiz, Assen, Hockenheim und am Red-Bull-Ring werden die Gespanne, wie auch schon im letzten Jahr, im Rahmen des Sidecar-Festivals in Oschersleben zusätzliche Meisterschaftsläufe austragen. Somit wird es insgesamt sechs Veranstaltungen mit jeweils zwei Rennen über die volle Distanz geben.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht und auch die ersten Zuschauer wieder an die Strecke kommen dürfen“, sagt Robert Werth, der Vorstandschef der Interessengemeinschaft Gespannrennen. Gleichzeitig kündigt er zwei Neulinge im Feld an: Nils Köster und Beifahrer Wouter Zwiers. Sie kommen aus der Oldtimerszene und geben in Most ihr Debüt im F1-Gespann, das aus dem gebrauchten Bestand von Multi-Weltmeister Tim Reeves stammt.


Der siebenfache Champion selbst konzentriert sich 2021 auf seine WM-Einsätze, wird aber in der IDM eine Gastrolle einnehmen. Nicht am Start in Most ist der permanent eingeschriebene Markus Schlosser mit Beifahrer Marcel Fries. Der IDM-Klassensieger des vergangenen Jahres ist an dem Wochenende wie Reeves bei der WM in Le Mans am Start. Fehlen wird auch Bennie Streuer. Er hatte im April mit seiner neuen Beifahrerin Emanuelle Clement einen schweren Unfall beim Testen und muss noch aussetzen. Das Team Wout Vermeule/Jarno Bouius wird durch die Corona-Bestimmungen ausgebremst.

Angemeldet hat sich dagegen Josef Sattler mit Nachwuchsmann Luca Schmidt im Boot. Theoretisch sollte der Bonovo Action-Team-Pilot wie sein Teamkollege Tim Reeves bei der WM um Punkte fahren, doch Sattler war im März bei Testen in Le Mans verunglückt. Als er unlängst in Rijeka Mensch und Maschine bei der Sidecar Trophy prüfte, spürte der Bayer, dass er für eine WM-Rückkehr körperlich noch nicht bereit ist. Die verletzte rechte Schulter und die Rippenbrüche, die Sattler in Le Mans erlitten hatte, lassen den Kampf auf der ganz großen Bühne noch nicht zu. Um dennoch auf hohem Niveau gemeinsam in Fahrt zu bleiben, haben sich Sattler/Schmidt deshalb für den Einsatz bei der IDM in Most entschieden.

Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele


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