Reeves gewinnt, Schwegler verbremst sich


Es waren einsame Runden, die Tim Reeves und Kevin Rousseau (Bonovo Action Team/Adolf RS F1) im Sprintrennen der IDM am Samstagabend in Most drehten. Der achtfache Weltmeister und sein Beifahrer, die vor kurzem bei der Isle of Man TT wiederholt antraten, starteten von der Pole Position und fuhren dem Feld auf und davon. Nur sie selbst oder ein technischer Defekt hätte die beiden auf dem Weg zum Sieg aufhalten können. Beides trat nicht ein und so gewann das Gespannteam souverän und mit Abstand.

Ähnlich reibungslos verlief es auch für Josef Sattler und Luca Schmidt (Bonovo Action Team/Adolf RS F1). Die IDM Champions vom Vorjahr wurden Zweite. Sie fuhren zwar weit hinter Reeves/Rousseau, aber ebenso weit voraus vor dem restlichen Fahrerfeld. Ganz glücklich war Sattler jedoch mit der Leistung von heute nicht: „Wir sind derzeit weit von den Zeiten entfernt, die wir letztes Jahr gefahren sind.“ Woran dies liege, sei für das deutsche Duo noch ein Rätsel.

Gekäbbelt und gekämpft wurde dafür im restlichen Fahrerfeld: Nach einem verpatzten Start von Peter Kimeswenger und Ondřej Sedláček (MRSC Gunskirchen SRT#11/ LCR Yamaha) machten sie wieder Meter gut und hängten sich an Max Zimmermann und Ronja Mahl (Team Zimmermann/ Adolf RS), um ihre verlorene Position wieder gut zu machen. In Runde drei folgte schließlich erfolgreich das Überholmanöver. Bis zur Ziellinie kam niemand mehr an die beiden heran. Sie komplettierten als drittes Team das Podium.

Hinter Kimeswenger gingen die Zweikämpfe aber weiter. Nachdem Max Zimmermann sich gegen Kimeswenger geschlagen geben musste, klebten ihnen Markus Schwegler und Ondrej Kopecky (Motorsport Königswartha e.V./ LCR Yamaha) am Heck. Im richtigen Moment zogen die beiden innen an Zimmermann/Mahl vorbei und ließen die beiden hinter sich. Damit war der Kampf eröffnet. Es dauerte nicht lange bis Zimmermann den Gegenangriff lancierte, den Schwegler nicht auf sich sitzen lassen wollten. Bei der nächsten Attacke verbremste sich Schwegler stark und irritierte mit diesem Manöver auch Zimmermann/Mahl. Beide landeten im Kiesbett, konnten aber das Rennen direkt fortführen. Sieger des Zweikampfs war am Ende Nachwuchsfahrer Lennard Göttlich und sein Beifahrer Uwe Neubert (Bonovo Action Team/Adolf RS F1, 600 cm³). Sie waren zur passenden Zeit zur Stelle und zogen in Ruhe an den beiden Gespannen vorbei. Ganz nach dem Motto: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte – über das Ziel kamen sie allerdings als Vierte. Auch Janez Remše und Manfred Wechselberger (REMSE RACING | PSV WELS/ Adolf RS F1) profitierten und kamen auf Platz fünf. Dahinter reihten sich Zimmermann/Mahl ein. Schwegler kam auf Rang acht.

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